Tod und Trauer

Sterben - ein Teil des Lebens

Wir begleiten Sie auf diesem Wegabschnitt. Gemeinsam mit Ihnen machen wir uns Gedanken, wie der Abschied in der Trauerfeier gestaltet werden kann. Dies tun wir als Christen im Vertrauen auf Gott den Schöpfer, der durch die Auferstehung Jesu Christi den Tod überwunden hat. Bei ihm, dem Herrn über Leben und Tod suchen wir Halt, Geborgenheit und Trost.

Rainer Maria Rilke hat dies in seinem Gedicht so in Worte und Bilder gefasst:

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Erste Schritte
Wenn ein Angehöriger verstorben ist, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Dann können erste Fragen geklärt werden: mögliche Termine für eine Bestattung, Bestattungsart...
Nehmen Sie dann mit einem Bestattungsinstitut Ihrer Wahl Kontakt auf. Dort können Sie alles Weitere klären. In der Regel stimmt das Bestattungsinstitut den Termin für die Trauerfeier und die Bestattung mit dem Pfarramt und dem Friedhofsamt ab.

Den Abschied gestalten
Wenn Sie es wünschen, kommen Pfarrerin und Pfarrer zu einer Aussegnung des Verstorbenen zu Ihnen nach Hause. Eine Aussegnung kann aber auch auf dem Friedhof in der Aussegnungshalle mit den nächsten Angehörigen erfolgen.
Im Trauergespräch besprechen Pfarrerin und Pfarrer gemeinsam mit Ihnen die Trauerfeier (Ablauf, Lebenslauf, Lieder, Nachrufe …)
Im Gottesdienst am Sonntag wird der Tod Ihres Angehörigen im Rahmen der Abkündigungen bekannt gemacht.

Trauer bewältigen

Einen lieben Menschen hergeben zu müssen, ist ein schwerer Verlust und hinterläßt oft tiefe Wunden. Diese brauchen Zeit, um zu heilen. Hierbei kann es hilfreich sein, sich auszutauschen. Gerne dürfen Sie sich dazu an Pfarrer David Gerlach wenden.
Wenn Sie einen Gesprächskreis für Menschen suchen, die auch einen Angehörigen verloren haben, finden Sie auch in der diakonischen Bezirksstelle in Neuenbürg Hilfe.

 

Kontakt:

Pfarrbüro, Tel.: 0 7082 / 2531 E-Mail: pfarramt.conweilerdontospamme@gowaway.elkw.de

 

 

Gedicht von Marie Luise Wölfing:

Gesegnet seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden,
der mir einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien alle,
die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle,
die mir erlauben,
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen
nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mitteilen kann,
was mich bewegt.

Gesegnet seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das,
was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen,
wie ich jetzt bin.

Oh Herr, berge Du uns alle
in Deiner Hand,
nimm Du Dich unser an.
Bei Dir bleiben wir
Im Leben wie im Tod.